Mittelschule Ichenhausen und Mittelschulverbund Donau-Günz

 Die Mittelschule Ichenhausen erhält 2010 das Qualitätssiegel „Mittelschule“

 

Schule ist ständig in Veränderung, sie muss den gesellschaftlichen Anforderungen Rechnung tragen. Auch die frühere Hauptschule musste sich neuen Herausforderungen und den erhöhten Ansprüchen der Berufswelt oder den demografischen Entwicklungen stellen. Darum präsentierte Kultusminister Ludwig Spaenle im Juni 2009 im bayerischen Kabinett sein neues Konzept: Die Hauptschule sollte ab dem Schuljahr 2010/11 zur „Mittelschule“ weiterentwickelt werden. Er nannte auch gleich drei Zielrichtungen, in die die Weiterentwicklung der Hauptschule gehen soll: „Wir machen unsere Schüler stark für den Beruf, stark im Wissen und stark als Person.“ Eine Hauptschule, die ihren Schülern bestimmte Angebote – Kultusminister Spaenle nannte sie „Qualitätsmerkmale“ – machen konnte, durfte sich ab dem nächsten Schuljahr „Mittelschule“ nennen. Zu diesen Merkmalen gehörte u. a. die Realisierung der drei arbeitspraktischen Fächer, eines Ganztages- und M-Klassen-Angebotes, Jugendsozialarbeit und Modularisierung. Nach Auffassung des Ministeriums war der Begriff „Mittelschule“ nicht nur eine bloße Änderung des Namens, sondern ein „Qualitätssiegel“ für die Schulen, die diese Angebote verwirklichen konnten.

 

Das Konzept des Ministeriums ging aber noch weiter: Eine Mittelschule musste ein breit gefächertes, aufwendiges Bildungsangebot garantieren. Damit eine Mittelschule auf Dauer diese Qualitätsmerkmale anbieten kann, war die Bildung von festen Kooperationsformen, von sog. Schulverbünden, sinnvoll. Diese eigenverantwortlichen Schulverbünde erhielten deutlich gestärkte Kompetenzen. Ihnen wurde die Verantwortung für die Stundenbudgets der Lehrer und der Klassenbildung für das gesamte Verbundgebiet übertragen. Ziel der Verbundbildung war auch der Erhalt kleinerer Standorte.

 

Auch in unserem Landkreis wurde die Verbundbildung in allen schulischen und kommunalen Gremien intensiv diskutiert. So fand z. B. an unserer Schule am 10. März 2010 ein sog. Dialogforum statt, zu dem die Regierung von Schwaben Funktionsträger aus dem Netzwerk Schule aus dem ganzen Landkreis eingeladen hatte. Vertreter des Kultusministeriums und der Regierung von Schwaben waren federführend mitbeteiligt.

 

Sehr bald kristallisierte sich der Schulverbund zwischen den Hauptschulen Ichenhausen, Wasserburg, Günzburg und Leipheim heraus, der den Namen Schulverbund Donau-Günz erhielt. In zeit- und arbeitsaufwendigen Sitzungen in den verschiedensten Schul- und Kommunalgremien wurde die Basis für eine gemeinsame Verbundvereinbarung gefunden. Die Verbundvereinbarung wurde schließlich am 17. Mai 2010 im Münzkabinett Günzburg von den vier Vorsitzenden der Schulaufwandsträger, darunter auch Bgm. Hans Klement vom Hauptschulverband Ichenhausen, unterzeichnet.

 

Für die Hauptschule Ichenhausen brachte diese Umstrukturierung eine doppelt wichtige Veränderung mit sich: Ab dem 01.08.2010 ist unsere Schule Teil eines Verbundes. Bedeutsamer aber ist, dass wir August 2010 den Namen Freiherr-von-Stain-Mittelschule Ichenhausen tragen.

 

Vertragsunterzeichnung für den MS-Schulverbund „Donau-Günz“

im Münzkabinett im Rathaus Günzburg am 17.05.2010:

vorne: Bgm. Klement, Ichenhausen, Bgm. Jauernig, Günzburg, Bgm. Konrad, Leipheim, Bgm. Sauter, Bubesheim (Schulverband Wasserburg) - hinten: H. Schuster, Stadtkämmerer Ichenhausen, H. R Imminger, Fr. Rupprecht, Stadtverwaltung Günzburg, H. SchAD Seibold, Schulamt, Fr. R Virag, H. R Sedlmair, H. R Schöttl